Streitschlichter

Unsere Streitschlichter 2011/2012

„Wenn zwei sich streiten, hilft ein Dritter“ –

Streitschlichter an unserer Schule

Seit Mai 2007 werden an unserer Schule Mädchen und Jungen aus dem dritten Schuljahr zu Streitschlichtern ausgebildet.

Diese Schüler werden in Form einer Arbeitsgemeinschaft, die im zweiten Halbjahr des dritten Schuljahres stattfindet, von unserem Schulsozialarbeiter Herrn Jörg Diderichs zu Streitschlichtern ausgebildet.

In dieser AG lernen interessierte Schüler, wie sie Konflikte gewaltfrei und ohne die Hilfe von Lehrern, lösen können. Diese Möglichkeit soll den Kindern Selbstbewusstsein vermitteln  und zur Integration aller Kinder führen.

Dazu lernen die angehenden Streitschlichter sensibel für Störungen zu werden, Gefühle und deren Ausdruck bei Gleichaltrigen zu erkennen, aktives Zuhören, gemeinsames Verbalisieren des Konfliktes, gemeinsam Kompromisse zu finden, ihre soziale Kompetenz zu erhöhen und den Umgang mit unserem zu diesem Zweck erstellten Friedensbüchlein.

In diesem Friedensbüchlein sind sieben Schritte zum gemeinsamen Lösen eines Konfliktes aufgeführt, die die Streitschlichter später mit den streitenden Parteien der Reihe nach durchgehen, um zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen, mit der beide zufrieden sind und sich auch daran halten können.

Grundsatz unseres Streitschlichter-Modells ist eine „win-win-Situation“, in der beide Konfliktparteien gemeinsam nach einer Lösung suchen und es am Ende keinen Sieger oder Verlierer gibt, da beide um eine Lösung des Problems bemüht waren.

Die Streitschlichter sind in Konfliktsituationen Ansprechpartner für alle Kinder unserer Schule. Unter dem Motto „Wenn zwei sich streiten, hilft ein Dritter“ agieren jeweils vier Streitschlichter in den großen Pausen auf dem Schulhof und sind durch auffällige Westen zu erkennen. Sie helfen streitenden Kindern mit einer immer gleich ablaufenden Schlichtung zu einer Lösung zu gelangen und sorgen dafür, dass die Konfliktparteien mit der Unterzeichnung eines Vertrages zeigen, dass sie um die Einhaltung der Abmachung bemüht sind und somit weitere Streitigkeiten vermeiden.

Die Erfahrung zeigt, dass Schüler, die mit diesem Modell vertraut sind, einen Zuwachs an Verantwortung, Selbstbewusstsein und Selbstkontrolle aufweisen, der positive Auswirkungen auf die Mitschüler hat. Kinder lernen auf diesem Weg, eigene Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Da Gleichaltrige eher in der Lage sind, Probleme „objektiv“ zu bewerten, wird der Einsatz der Aufsicht führenden Lehrperson erleichtert, das Schulklima wird verbessert, weil die Kinder für Kinder da sind.

Kinder werden mit einer „Streitkultur“ konfrontiert, die gänzlich auf Gewalt verzichtet.