Ferdi (Schuleingangsphase)

Die Unterstützung der persönlichen Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler ist ein wichtiges und ernstes Anliegen unseres Kollegiums. Eine zunehmende Anforderung an unsere Arbeit ist es, einen Beitrag zur Verhinderung gewalttätigen Verhaltens in unserer Gesellschaft zu leisten, ein freundliches und förderliches Miteinander aufzubauen.

Unsere Schülerinnen und Schüler verfügen bei Schulbeginn über sehr unterschiedliche Fähigkeiten und Erfahrungen im sozial- emotionalen Bereich und ebenso über sehr unterschiedliche Fertigkeiten zur Gestaltung eines positiven Miteinanders in einer Gruppe. Um verlässliche Regeln und Verhaltensweisen für unser gemeinsames Leben und Lernen zu erhalten, haben wir uns entschieden, an unserer Schule schon zu Beginn der Schuleingangsphase mit einem systematischen Aufbau von Regeln bzw. einem Training zur  Stärkung sozialer Verhaltensweisen zu starten.

Der Wechsel von der Kindertagesstätte in die Grundschule bedeutet für viele Kinder erstmals, nicht zu umgehende Anforderungen zu erfüllen (z.B. feste Unterrichtszeiten, fest gesetzte Ferienzeiten, durchzuführende Aufgaben, Hausaufgaben,…). In einer für sie neuen und relativ großen Gruppe sollen sie mit anderen Kindern viele Stunden am Tag leben und lernen. Auffälliges Sozialverhalten führt jedoch in dieser Situation für die Kinder zu einer Beeinträchtigung ihres Lernerfolges und für die gesamte Klasse zu Störungen der Lernatmosphäre. Um diesen Problemen vorzubeugen und den Kindern ein erfolgreiches Leben und Arbeiten in ihrer Lerngruppe zu ermöglichen, haben wir uns für die Durchführung folgenden  kindgerechten Trainings schon zu Beginn der Schuleingangsphase entschieden.

In der Klasse 1a beginnt  die “Ferdi- Stunde”! Alle Kinder sitzen im Kreis und hören auf die einführenden Worte von Frau Bähr.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Klassenlehrerin, Frau Blank, wartet auf Ferdi und ist gespannt, was er zu erzählen hat.

 

 

 

 

 

 

 

Nun ist auch Ferdi erschienen und erklärt den Kindern, was er heute mit ihnen erleben möchte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer erfolgreichen Erprobungsphase im Schuljahr 2008/2009 entschlossen wir uns, mit allen Kindern der ersten Klassen der Schuleingangsphase ein Verhaltenstraining durchzuführen.

Das folgende Programm dient als Grundlage:

„Verhaltenstraining für Schulanfänger“

Ein Programm zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen, Hogrefe Verlag

Bei diesem Programm wird das Training in die Rahmenhandlung  „Schatzsuche“ eingebunden. Das Chamäleon „Ferdi“ (als Handpuppe), begleitet die Kinder durch alle Trainingseinheiten.

Ziele des Verhaltenstrainings sind:

  • Verbesserung der sozialen Wahrnehmung
  • Sensibilisierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung im Bereich der Gefühle
  • Förderung emotionaler und sozial-emotionaler Fertigkeiten
  • Förderung des Problemlöse- und Konfliktmanagements
  • Verbesserung der Selbstkontrolle und Selbststeuerung
  • Aufbau pro sozialen Verhaltens

Aufbau des Trainings:

Das Verhaltenstraining  setzt sich aus 26 Sitzungen zusammen.  Diese  Einheiten werden  innerhalb des 1.  Schuljahres  mit allen Kindern  von der Klassenlehrerin und der Sozialpädagogischen Fachkraft, Frau Magdalena Bähr, durchgeführt. Im 2.  Schuljahr findet für Kinder, die weiterhin Probleme im Sozialverhalten  aufweisen, eine Vertiefung und Festigung  der behandelten Themen in Kleingruppen im Rahmen des Förderunterrichtes im Lernstudio statt.

Alle Eltern erhalten zur Information mehrere Elternbrief zu den behandelten Bereichen.

Jede Trainingsstunde folgt einer fest gelegten Struktur:

  • Begrüßung durch „Ferdi“
  • Ruheritual
  • Einführung und Bearbeitung der Trainingsaufgabe
  • Kurzreflexion der Stunde mit „Ferdi“
  • Belohnungsphase mit „Ferdi“